Japan Kitakami
Der Gottheit zu Füßen...
Weit im Norden Japans, auf dem „Land-Schau-Berg“ (kunimiyama, bei Kitakami, in der Provinz Iwate) ruht das Auge zu Füßen einer Statue der buddhistischen Gottheit Kannon und gleichzeitig voller Wohlgefallen auf einer schönen, alten Landschaft: Von Hügeln und kleinen Bergen eingerahmten, fast erntereifen Feldern, auf denen seit Jahrhunderten der tägliche Reis angebaut wird. Satoyama („Dorfberge“) heißt dieser Landschaftstyp er steht heute für die traditionelle japanische Kulturlandschaft. Die andere Blickrichtung ist nicht ganz so harmonisch: Im breiten Tal des Kitakami-Flusses ergießen sich Beton, Asphalt und Plastik der gleichnamigen Stadt in die Landschaft und bedecken Wälder und Felder unter sich. Aber das sieht das Auge nicht. Julia Krohmer, Frankfurt/Main |