Schweiz Zürich
In Zürich angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg in die Bahnhofsstraße 19, wo sich 1917 die Ausstellungsräume der Dada-Bewegung befanden. Dort wollten wir den Augenstein niederlegen. Diesen Ort hatten wir gewählt, weil sich hier früher Künstler trafen, die in freiem Spiel ihrer Kreativität eine der schönsten Seiten des Menschseins entfalteten. Das war mir besonders wichtig, da ich in Auschwitz, einem der fürchterlichsten Orte überhaupt, einen Stein abgelegt hatte. Die Suche gestaltete sich schwierig. Nr. 19 konnten wir nicht finden. Dafür exklusive Geschäfte, von Konfiserie Sprüngli bis Armani.
Das Auge blickt somit gleichsam in die Vergangenheit und ehrt nicht nur die Künstler der Dadabewegung, sondern auch Lenin, der hier die Russische Revolution geistig vorbereitete, sowie Georg Büchner. ![]() Ortrud Toker und Gabriele Schmidt-Steinbacher, Frankfurt/Main |