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Usbekistan Wüste Kysylkum
Mein Stein liegt an der Autobahn, die von Taschkent nach Samarkand führt. Eben bin ich noch an Baumwollplantagen vorbeigefahren, dann wieder Felder, auf denen Wassermelonen wachsen. Jetzt nichts mehr, ockerbraune Hügel und eine endlose, unwirtliche Ebene. Es ist der 13.9.2001 Hier liegt der Stein an der Straßenböschung und schaut auf die Wüste Kysylkum, ca. 100 Kilometer vor Samarkand. Dort hebe ich Stunden später an der Moschee Bibi Hanoun einen Marmorsplitter auf, zum Ausgleich gewissermaßen… Als ich tags darauf in der Taschkenter Metro verhaftet werde und alle Taschen lehren muß, interessiert sich der Milizionär nur für diesen Stein. Er untersucht ihn mißtrauisch und leckt daran. Danach kann ich wieder gehen. Als ich wieder in Deutschland bin, schicke ich den Stein mit der Milizionärsspucke einem Freund. Der legt ihn neben seine Augensteine. (siehe Deutschland, Hainichen) Volker Steinbacher, Frankfurt/Main |
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